Sport mit Spaß: Zumba & Trampolin

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"Mehr Sport machen" - wer hat sich das zum neuen Jahr nicht vorgenommen? Wer mit "Klassikern" wie Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Krafttraining nicht viel anfangen kann, ist vielleicht bei Trendsportarten wie Zumba oder Trampolin Fitness richtig.

Zumba: Aerobic und heiße Rhythmen

Zumba ist eine Besonderheit unter den Fitness-Trends, denn:

  • Zumba ist gleich Zumba.
    Die Idee stammt von einem kolumbianischen Trainier, der 2001 den Namen "Zumba" als Marke registrieren ließ und die "Zumba Fitness, LLC" gründete. Diese organisiert und zertifiziert weltweit die Ausbildung von Zumba-Trainiern.
  • Zumba ist nicht gleich Zumba.
    Neben dem "klassischen" Zumba, ("Zumba Fitness") gibt es spezielle Programme wie z.B. "Zumba Gold" (weniger intensiv, besonders für ältere Menschen), "Zumba Kids" (für Kinder), "Aqua Zumba" (Zumba als Wassergymnastik) oder "Strong by Zumba" (intensives Training zu Musik).

Der Ursprung des Zumba liegt im "guten alten" Aerobic. Dieses Training aus den 1960er Jahren sollte Herz und Lunge stärken. Ihren Höhepunkt erreichte die Aerobic-Welle in den 1980er Jahren, u.a. durch Prominente wie Jane Fonda.

Doch auch danach behielt das Aerobic weltweit eine treue Fangemeinde. Und eines Tages in den 1990ern vergaß der kolumbianische Trainer Alberto Perez die Musikkassette für seinen Aerobic-Kurs. In seiner Not nahm er Kassetten aus seinem Autoradio - mit schneller Salsa- und Merengue-Musik.

Offenbar kam diese Kombination auf Anhieb gut an und fand bald ihren Weg von Kolumbien in die USA und von dort aus in die weite Welt. Die "Zumba Fitness, LLC" hält die Markenrechte an dem Wort "Zumba" - und an vielen weiteren Namen im Zusammenhang mit Zumba.

Zumba wird in Kursen angeboten, angeleitet von zertifizierten Trainern. Im Vordergrund steht der gemeinsame Spaß an der Bewegung zu Musik. Tanzschritte werden mit relativ einfachen sportlichen Übungen kombiniert.

Es gibt keine speziellen Anfänger-Kurse, sondern Neulinge kommen einfach dazu und folgen den Anweisungen der Trainer, so gut es eben geht. Je mehr Zumba-Stunden man erlebt hat, desto besser geht es.

"Nebenbei" wird der ganze Körper effektiv trainiert - sowohl die Muskulatur als auch das Herz-Kreislauf-System, dazu Beweglichkeit und Gleichgewicht. Eine Einheit Zumba dauert etwa eine Stunde und ist auch für Sport-Anfänger gut zu bewältigen - zur Not lässt man eben ein paar Schritte aus und steigt danach wieder ein.

Inzwischen gibt es zahlreiche Varianten des Zumba-Konzepts: Ob für Kinder (auch schon im Krippenalter) oder für Senioren (auch mit Bewegungseinschränkungen), im Wasser oder als intensives Krafttraining - alle, die Spaß an Bewegung zu heißer Musik haben, finden ihr passendes Zumba-Angebot.

Zumba-Kurse werden z.B. in Fitness-Studios, in Tanzschulen oder von Sportvereinen angeboten. Eine Suche im Internet mit "Zumba" und dem eigenen Ortsnamen (oder dem Namen der nächsten größeren Stadt) führt in der Regel schnell zum Ziel.

Trampolin: mehr als Hüpfen

Neuer und vielfältiger als Zumba ist Fitness mit dem Trampolin. Sie kommt z.B. als "Jumping Fitness", "Spring Dich Fit" oder "X-Jump" daher.

In der Regel trainiert man auf einem Mini-Trampolin, das oftmals mit einem Haltegriff ausgestattet ist. Daneben gibt es Anbieter, die ganze Hallen mit Trampolin-Flächen ausgestattet haben und dort Kurse oder auch "freies Springen" anbieten.

Da fürs Trampolin als solches keine weltweiten Marken- und sonstigen Rechte existieren, kann jeder Anbieter hier seinen eigenen Namen und sein eigenes Konzept erfinden. Training mit dem Trampolin hat diverse Vorzüge:

  • Die Gelenke werden nicht so stark belastet wie bei der Bewegung auf einem harten Boden - wenn man es richtig macht.
  • Schon das Stehen und erst recht das Bewegen auf der nachgiebigen Trampolin-Fläche trainiert Koordination und Gleichgewicht.
  • Der "unsichere" Untergrund erfordert ständige Gegenbewegungen durch die tiefe Rückenmuskulatur - also genau die Muskulatur, die die Wirbelsäule stützt und vor Bandscheibenschäden schützt.
  • Das Herz-Kreislauf-System kann - je nach Intensität des Trainings - genauso stark gefordert werden wie z.B. durch Joggen oder Schwimmen.
  • Die Betätigung der Muskelpumpen soll auch das Lymphsystem anregen und dadurch den Stoffwechsel verbessern.
  • Es gibt Berichte über positive Wirkungen gegen Muskel- und Gelenkerkrankungen sowie Knochenschwund.

Für einen positiven Effekt reicht offenbar schon ein leichtes Wippen auf dem Trampolin aus. Wer mehr will, macht mehr - bis hin zum intensiven Workout.

Prinzipiell könnte man sich einfach ein Trampolin kaufen und "draufloshüpfen". Besser ist es jedoch, erst einmal einen geeigneten Kurs zu besuchen. Mögliche Ansprechpartner sind Fitness-Studios oder Sportvereine.

Hier kann man das Trampolin ausprobieren, ohne sich gleich ein eigenes kaufen zu müssen. Außerdem ist ein Kurs eine gute Gelegenheit, mehr über die Möglichkeiten des Gerätes zu erfahren und die richtige Sprungtechnik zu lernen, mit der das Training möglichst gelenkschonend und gleichzeitig effektiv ist.

Wenn man dann ein wenig Übung hat und lieber zuhause als in der Gruppe trainieren möchte, kann man sich immer noch ein eigenes Trampolin anschaffen. Idealerweise hat man den Kurs dafür genutzt, auch ein wenig darüber zu erfahren, worauf man beim Kauf achten sollte.